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Frage:
 
Mir steht seit Kurzem ein etwa 3x5 Meter großes Modellbahnzimmer zur Verfügung. Da ich mich als H0-Spielbahner verstehe, möchte ich eine U-förmige Anlage bauen. Aus Platzgründen, aber auch aufgrund meiner Vorliebe für lange Züge plane ich links drei und rechts zwei Ebenen. Die Bahnhöfe sollen oben liegen, die, Schattenbahnhöfe in den unteren Ebenen hinten und mit den Paradestrecken davor.

Nun meine Fragen:
1. Sind Steigungen von unter drei Prozent und Gefälle von weniger als 4,5 Prozent als betriebssicher anzusehen?

2. Im täglichen Betrieb wird ein Zugriff auf die Schattenbahnhöfe nur von vorn möglich sein. Ab welcher Ebenenhöhe wäre das bei einer Tiefe von maximal 115 Zentimetern praktikabel?

3. Eine Geländegestaltung mit Draht und Gips wird wegen des nötigen Zugriffs in die Schattenwelt sicher nicht funktionieren. Ich denke an kulissenartig zwischen die Gleistrassenbretter einzuklemmende Styrodur-Blöcke, die bei Problemen in der Tiefe einfach nach vorn abgenommen werden können, wie man ja auch Gebäude mit eigener Grundplatte auf Anlagen als nach oben abnehmbare Luke nutzt.

4. Gibt es für die Gleistrassen außer dem üblichen Sperrholz auch andere Materialien, die ebenso tragfähig, aber dünner sind?

 

Antwort: 
Zu Ihrer ersten Frage:
Auf gerade verlaufenden Strecken sind die genannten Gradienten unproblematisch. In Radien hingegen würde ich Gefällstrecken nicht steiler als vier Prozent anlegen. Noch besser wäre es, wenn es noch weniger wären, schließlich wollen Sie mit langen Zügen fahren, und da kann es schon passieren, dass es in sehr engen Radien zu Problemen kommt.

Zu 2.: Ich empfehle eine Eingriffshöhe von 25 Zentimetern. Allerdings sollte die Eingriffstiefe nicht allzu groß sein. Wenn sie 115 Zentimeter weit eingreifen wollen, wird das nicht gehen. Maximal erreichen Sie eine Tiefe von etwa 80 Zentimetern. Erschwert werden kann der Eingriff zudem durch Einbauten wie eine Oberleitung. Ich würde die Anlagentiefe nicht zu groß wählen, eher nach »Hundeknochenform« in der Mitte geringer und an den Enden breiter (etwa für notwendige Kehrbögen).

Zu 3.: Die Frage ist, wie Sie mit den notwendigen Spalten zwischen den einzelnen Blöcken umgehen. Muss ein solches Teil entnehmbar bleiben, wird unter Umständen die Gestaltung eingeschränkt, da die Ritzen sichtbar bleiben. Die Befestigung sollte unbedingt stabil erfolgen, Klemmen wird auf Dauer nicht ausreichen, denn die Holztrassen arbeiten.

Zu 4.: Sperrholz vereint Stabilität und Dauerhaftigkeit mit einer gewissen Elastizität, so dass es die erste Wahl beim Trassenbau ist. Wenn Sie mit Pappschablonen arbeiten, die Sie auf die Holzplatte auflegen und die benötigten Radien aussägen, können Sie den Holzverschnitt minimieren.

 

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